Magnetstreifen
Magnetstreifen - bewährte Technologie für Daten und Authentifizierung
Magnetstreifen gehören zu den ältesten, aber bis heute zuverlässig genutzten Technologien in der Kartenpersonalisierung. Sie ermöglichen die Speicherung und den Abruf digitaler Daten über magnetische Muster und sind seit Jahrzehnten ein Standard in Zahlungssystemen, Zutrittslösungen und Ticketing-Anwendungen.
Ob Kreditkarte, Fahrkarte oder Hotelzugang, der Magnetstreifen ist das unsichtbare Bindeglied zwischen Karte und Datensystem.
Aufbau und Funktionsweise
Ein Magnetstreifen besteht aus einer dünnen Kunststofffolie mit eingebetteten magnetisierbaren Partikeln.
Diese winzigen Partikel können so polarisiert werden, dass sie jeweils den Zustand Nord- oder Südpol repräsentieren, also die digitalen Werte 1 und 0.
Die codierten Daten werden in bis zu drei Spuren (Tracks) gespeichert:
- Spur 1: alphanumerische Daten, z. B. Name oder Kontonummer
- Spur 2: numerische Informationen wie Kartennummer oder Ablaufdatum
- Spur 3: optionale Daten für Zusatzanwendungen (selten genutzt)
Beim Durchziehen der Karte durch ein Lesegerät erkennt ein elektromagnetischer Lese- und Schreibkopf die Polarisation und wandelt sie in digitale Signale um.
Die Daten können gelesen, überschrieben oder gelöscht werden, je nach Material und Codierstandard (HICO = High Coercivity / LOCO = Low Coercivity).
Typische Anwendungen von Magnetstreifenkarten
Magnetstreifenkarten sind heute in zahlreichen Branchen im Einsatz:
- Bank- und Kreditkarten zur Identifikation und Transaktionsfreigabe
- Fahr- und Eintrittskarten im öffentlichen Nahverkehr, Freizeit- und Eventbereich
- Zutrittskarten in Hotellerie, Büros und Fertigungsanlagen
- Zeiterfassungs- und Kontrollsysteme in Unternehmen
- Geschenkkarten und Kundenkarten im Einzelhandel
Ihr großer Vorteil liegt in der einfachen, kostengünstigen Herstellung und der bewährten Kompatibilität mit bestehenden Lesegeräten weltweit.
Technische Merkmale und Codierung
- Datenstruktur: drei Spuren mit ISO 7811-Standard
- Codierverfahren: elektromagnetische Magnetisierung einzelner Partikel
- Schreib-/Lesegeräte: Lese-/Schreibköpfe für LOCO (300 Oe) oder HICO (4000 Oe)
- Lebensdauer: abhängig von Material und Nutzung, bis zu mehrere 100 000 Durchzüge
- Rinas-Technologie: SWR-, HWR- und LWR-Module mit bis zu 18 000 Karten/h, Inline-Verifikation und HICO/LOCO-Umschaltung
Sicherheitsaspekte und Weiterentwicklung
Magnetstreifen speichern Daten statisch und unverschlüsselt, wodurch sie anfällig für Kopier- oder Ausleseangriffe sind.
Deshalb werden sie zunehmend durch Chip- oder RFID-basierte Karten ersetzt, die Daten dynamisch und verschlüsselt verarbeiten.
Trotzdem bleiben Magnetstreifen:
- wichtige Backup- und Fallback-Lösung in Zahlungssystemen
- kosteneffiziente Technologie für einfache Zutritts- und Ticketanwendungen
- Kombinationskomponente in Hybridkarten (z. B. Chip + Magnetstreifen)
Magnetcodierung bei Rinas
Rinas entwickelt seit über 40 Jahren modulare Codiermodule und -anlagen, die Magnetcodierung mit RFID- oder Chip-Personalisierung kombinieren.
Unsere Magnetcodier-Systeme bieten:
- Hohe Taktleistung (bis 18 000 Karten/h)
- HICO/LOCO-Umschaltung per Software
- Inline-Verifikation jeder Spur
- Präzise Schreib-/Leseköpfe für ISO 7811-Datenformate
- Kompatibilität mit OEM-Produktionslinien
Damit lassen sich Magnetkarten zuverlässig und effizient personalisieren. Einzeln oder als Teil eines kombinierten Systems für Magnet-, RFID- und Chipkarten.
Warum Magnetstreifen auch heute relevant bleiben
Obwohl moderne Chip- und RFID-Technologien den Magnetstreifen in vielen Anwendungen ersetzt haben, bleibt er in zahlreichen Systemen weiterhin ein verlässlicher Standard für einfache, schnelle und kosteneffiziente Personalisierung.
In der Kartenproduktion spielt er als Hybridkomponente eine wichtige Rolle – etwa in Kombination mit Chips oder RFID-Tags.
Gerade in globalen Zahlungssystemen, Zutrittslösungen und Ticketsystemen ist der Magnetstreifen nach wie vor unverzichtbar für Kompatibilität und Fallback-Szenarien.
Mit den Codiermodulen von Rinas lässt sich Magnettechnologie effizient und nachhaltig in moderne Produktionslinien integrieren, für eine sichere und zukunftsfähige Kartenpersonalisierung.
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Wir analysieren Ihren Anwendungsfall, empfehlen die passenden Anlagen und Module und zeigen die Integration inklusive realistischer Taktzeiten.
Häufige Fragen zu Magnetstreifen und Magnetcodierung
Ein Magnetstreifen besteht aus winzigen magnetischen Partikeln, die binäre Daten (0 und 1) darstellen. Beim Durchziehen der Karte liest ein elektromagnetischer Kopf diese Polarisation und wandelt sie in digitale Daten um. So werden z. B. Kartennummern, Ablaufdaten oder Zugangsrechte gespeichert.
LOCO („Low Coercivity“) steht für weichmagnetisches Material mit geringerer Magnetfeldstärke – ideal für kurzlebige oder kostengünstige Karten.
HICO („High Coercivity“) ist widerstandsfähiger gegenüber Magnetfeldern und Abnutzung und wird bei Bank- und Kreditkarten eingesetzt.
Rinas-Systeme unterstützen beide Varianten per Software-Umschaltung.
Magnetstreifen speichern Daten statisch und unverschlüsselt, wodurch sie anfälliger für Kopieren und Auslesen sind.
Chipkarten erzeugen dynamische Sicherheitscodes (z. B. EMV-Technologie) und sind deutlich manipulationssicherer.
Viele Systeme kombinieren heute Magnetstreifen als Backup mit einem Chip.
Für die Codierung werden Magnetcodiermodule oder komplette Codieranlagen wie die Rinas-Systeme SWR, HWR oder LWR verwendet.
Zum Lesen genügen Standard-Lesegeräte mit ISO 7811-kompatiblen Köpfen, die häufig in Zahlungsterminals, Zutrittskontrollsystemen und Automaten integriert sind.
Ja. Sogenannte Hybridkarten vereinen mehrere Technologien in einem Medium. Rinas-Systeme ermöglichen die kombinierte Codierung von Magnet-, RFID- und Chipkarten innerhalb einer Anlage. Für maximale Flexibilität und Kompatibilität in bestehenden Produktionsumgebungen.